Ein BMI zwischen 18,5 und 24,9 gilt als normal, Personen mit einem BMI über 25 sind per Definition übergewichtig. Mit zunehmendem Körpergewicht steigt das Risiko an Folgeerkrankungen wie Diabetes mellitus oder Bluthochdruck zu erkranken bzw. auch die Wahrscheinlichkeit z.B. einen Herzinfarkt zu erleiden.
Seit geraumer Zeit gibt es daher Medikamente, die das Körpergewicht effektiv reduzieren können. Die bekanntesten Wirkstoffe sind Liraglutid, Semaglutid und Tirzepatid. Im Handel sind sie besser bekannt als Wegovy, Ozempic und Co. Eine Behandlung ist im Allgemeinen ab einem BMI über 30 angezeigt oder – wenn bereits eine oder mehrere Folgeerkrankungen bestehen – ein BMI über 27. Die Gewichtsabnahme durch diese Medikamente beträgt im Schnitt zwischen 3 und 15 Prozent.
All diesen Präparaten gemeinsam ist, dass sie zwar zur Behandlung eines Übergewichts zugelassen sind, die Kosten von der österreichischen Krankenkassa aber nur dann getragen werden, wenn zeitgleich eine Blutzuckererkrankung vorliegt. Zudem unterstützen die Medikamente zwar eine Gewichtsabnahme (was aus medizinischer Sicht immer zu befürworten ist, da entsprechende Folgeekrankungen damit seltener auftreten), allerdings sind sie immer nur Begleitbehandlung. Ganz wesentlich sind regelmäßige körperliche Betätigung sowie eine ausgewogene Ernährung. Ohne diese „Basismaßnahmen“ ist auch mit „Wundermitteln“ eine dauerhafte Gewichtsabnahme nicht möglich.