Ein Oberarmkopfbruch ist eine Fraktur des oberen Teils des Oberarmknochens, der als Humeruskopf bezeichnet wird. Diese Fraktur tritt häufig bei älteren Menschen auf, v.a. bei solchen mit Osteoporose, kann aber auch durch Stürze oder Unfälle verursacht werden. Sportarten wie Mountainbiken, Reiten oder Team-Sportarten bergen ein erhöhtes Risiko, da bei Stürzen oder Zusammenstößen große Kräfte auf den Oberarm einwirken können. Starke Schmerzen im Schulterbereich, Schwellung und Bluterguss um die Schulter oder Bewegungseinschränkung im Arm erfordern eine medizinische Abklärung mit Röntgen, teilweise auch mit CT- oder MRT-Untersuchung. Bei weniger schweren Brüchen, die nicht oder wenig verschoben sind, erfolgt eine konservative Therapie. Ein spezieller Verband/eine Schiene stellt den Arm ruhig – eine begleitende Physiotherapie ist ebenfalls wichtig. Bei komplexeren oder verschobenen Brüchen kann eine OP notwendig sein. Dabei werden die Knochenfragmente präzise zusammengefügt und fixiert, oft mithilfe von Platten und Schrauben, die aus starken, leichten Legierungen gefertigt sind. In speziellen Fällen kommen minimal-invasive Ankersysteme zum Einsatz. Moderne 3D-Bildgebungstechnik und computergestützte Planungen ermöglichen es, die Frakturen detailliert zu analysieren und exakte OP-Pläne zu erstellen. Dank dieser Technologien können die Patienten möglichst rasch ihre Lebensqualität zurückgewinnen.