Bei einer Allgemeinanästhesie – landläufig auch „Vollnarkose“ genannt – werden Bewusstsein und Schmerzempfinden vorübergehend ausgeschaltet. Diesen Zustand erreicht die Anästhesistin bzw. der Anästhesist, indem kontinuierlich Narkotika (inhalativ oder intravenös) zugeführt und Opioid-Schmerzmittel gegeben werden. Ohne vorbeugende Maßnahmen ist danach rund ein Drittel der Operierten von Übelkeit und Erbrechen betroffen („Postoperative Nausea and Vomiting“ – kurz „PONV“).
Neben patientenabhängigen Risikofaktoren, wie weibliches Geschlecht, eine bekannte Reisekrankheit oder auch Tabakabstinenz (Nichtraucher sind doppelt so häufig betroffen) spielt die Wahl des Anästhesieverfahrens eine große Rolle.
Wenn die Operation dafür geeignet ist, bevorzugt das Team der Privatklinik Hochrum schonendere, regionalanästhesiologische Verfahren. Dabei wird nur der Schmerz einer bestimmten Körperregion ausgeschaltet, kombiniert mit einem Dämmerschlaf: Eine Spinal- oder Epiduralanästhesie reduziert das Risiko von PONV um 50 Prozent, bei peripheren Nervenblockaden kommt es nur noch in Einzelfällen zu Übelkeit.
Ist eine Allgemeinanästhesie nötig, verzichten wir auf Narkotika, die inhaliert werden, und führen stattdessen eine verträglichere, total-intravenöse Anästhesie mit Propofol durch. Vorbeugend geben wir zudem ein Antiemetikum (Medikament gegen Brechreiz). Somit stellt PONV bei einer Operation in der Privatklinik Hochrum ein seltenes und behandelbares Problem dar.